Adipositas stärkster Risikofaktor für Diabetes Typ 2




Adipositas ist ein wesentlicher Indikator des metabolischen Syndroms und führt damit zu Fettstoffwechselstörungen und Diabetes
Forumsregeln
WICHTIGER HINWEIS: Die Aussagen im Forum sind grundsätzlich als Laien-Antworten zu werten, soweit nicht konkret anderweitig ausgewiesen. Eine Rechtsberatung ist weder beabsichtigt, noch wird diese durchgeführt. Aus den Antworten kann keinerlei Rechtsvebindlichkeit oder sonstige Verbindlichkeit oder Haftung abgeleitet werden. Im Zweifelsfalle Konsultieren Sie immer einen Anwalt oder Mediziner. Sollten Sie Ihre Rechte beeinträchtigt sehen, kontaktieren Sie immer zuerst den Administrator.
Kontakt: pro-diabetes@mail.de

Adipositas stärkster Risikofaktor für Diabetes Typ 2

Beitragvon Sid » Sa 16. Sep 2017, 18:20

Adipositas stärkster Risikofaktor für Diabetes Typ 2

Berlin, 15.09.2017 –
6,7 Millionen Menschen sind in Deutschland von Diabetes betroffen. Mehr als 90 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ 2 haben auch schweres Übergewicht (Adipositas). Hauptrisikofaktoren sind neben dem Übergewicht auch ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung. Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, steigt bereits ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 27 um 100 Prozent an. Wie Patienten es schaffen, ein gesundes Gewicht zu erreichen und zu halten, erklärt Birgit Adam im Expertenchat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe am 20. September 2017. Interessierte können schon jetzt Fragen auf http://www.diabetesde.org/chat einsenden.

Laut der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2012“ (GEDA 2012) des Robert Koch-Instituts sind jede zweite Frau und zwei von drei Männern in Deutschland übergewichtig oder adipös, ein Viertel der Bevölkerung ist stark übergewichtig. Das Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln, ist in dieser Gruppe besonders hoch. Zudem entstehen häufig gesundheitliche Folgen wie etwa eine Fettleber, Bluthochdruck oder Herz- und Gefäßerkrankungen. „Übergewicht und Fettleibigkeit sind die wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Diabetes Typ 2“, erklärt Birgit Adam, Diabetesberaterin DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft), die in einer Diabetologischen Schwerpunktpraxis in Neustadt an der Weinstraße arbeitet.

Auch immer mehr junge Menschen erkranken an Diabetes Typ 2: Die Zahl der Neuerkrankungen bei Jugendlichen hat sich in den letzten zehn Jahren verfünffacht. Jährlich entwickeln circa 200 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren einen Diabetes Typ 2 – fast ausnahmslos aufgrund überschüssiger Pfunde. „Gerade Kinder können Chips, Schokolade und süßer Limonade nur schwer widerstehen“, erklärt die Expertin und betont: „Die Verführung ist überall. Süßigkeiten, Fast Food, salzige Snacks und zuckrige Modegetränke zu günstigen Preisen können Kinder leicht von ihrem Taschengeld bezahlen.“
  
Um das Risiko einer Diabetes Typ 2-Erkrankung zu minimieren, rät die Expertin Menschen mit Übergewicht, ihr Gewicht zu reduzieren oder zumindest weitere Zunahmen zu vermeiden. „Mit einer gesunden Lebensweise kann man Diabetes Typ 2 über viele Jahre hinauszögern“, so Adam. „Regelmäßige Bewegung und eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung sind das A und O bei der Reduzierung von Übergewicht.“ Bleiben Ernährungs- und Bewegungstherapien auf Dauer erfolglos, kann Betroffenen eine bariatrische Operation beim Abnehmen helfen. Die bariatrische Chirurgie ist bei Patienten, deren BMI höher als 35 ist und die unter Diabetes Typ 2 leiden, eine weltweit anerkannte Therapie zur anhaltenden und deutlichen Gewichtsreduktion. „Der Magenbypass oder der Schlauchmagen ermöglicht es Patienten, enorm an Körpergewicht zu verlieren und den BMI zu reduzieren“, so Adam. Der Erfolg der Operation hängt jedoch auch davon ab, ob es Patienten gelingt, sich an die vorgeschriebene Ernährung, Bewegung und die Änderung ihres Lebensstils zu halten. „Eine adipositaschirurgische Maßnahme erfordert eine lebenslange Nachbetreuung; eine begleitende psychologische Unterstützung kann nach der Operation ebenfalls sinnvoll sein“, ergänzt die Diabetesberaterin.

Viele Betroffene sind unsicher, welcher Ansatz ihnen am besten hilft, gesund abzunehmen. Wie stelle ich meine Ernährung richtig um? Wann macht ein chirurgischer Eingriff Sinn? Wie vermeiden Eltern, dass bereits Kinder mit überschüssigen Pfunden zu kämpfen haben? Zu diesen und weiteren Fragen steht Birgit Adam am 20. September 2017 im Expertenchat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe Rede und Antwort.

Quelle:
Robert Koch-Institut (Hrsg.) (2014): Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell 2012«. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. RKI, Berlin. http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheit ... cationFile



Pressemitteilung: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe https://www.diabetesde.org
Sid
Administrator
 
Beiträge: 1420
Registriert: Sa 16. Nov 2013, 20:00

von Anzeige » Sa 16. Sep 2017, 18:20

Anzeige
 


Ähnliche Beiträge


Zurück zu Diabetes und Übergewicht

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron