Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)




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Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Beitragvon Sid » Mo 18. Nov 2013, 19:22

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Etwa fünf Prozent aller Schwangeren erkranken während der Schwangerschaft neu an Diabetes.

Diese Form der Zuckerkrankheit wird als Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes bezeichnet. Die hormonellen Umstellungen im Verlauf der Schwangerschaft führen zu einer zunehmenden Insulinresistenz.

Dabei sprechen die Körperzellen auf das Hormon Insulin nicht richtig an und der Insulinbedarf steigt, so dass es zu überhöhten Blutzuckerwerten kommt. Die Mutter wird dies in der Regel nicht bemerken. Die Auswirkungen auf das Kind sind aber die gleichen wie bei einem bereits bekannten Diabetes der Mutter. Das heißt, es besteht ein erhebliches Risiko für die Entwicklung von Missbildungen sowie für Komplikationen bei und nach der Geburt. Deshalb empfiehlt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft ein Diabetes-Screening in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche, gegebenenfalls ergänzt durch einen oralen Glukosetoleranztest (oGTT).

Zur Vermeidung von Missbildungen und Komplikationen sind beim Gestationsdiabetes die gleichen Maßnahmen wie bei der Schwangerschaft einer diabetischen Mutter erforderlich. Sofern eine diabetesgerechte Ernährung und vermehrte Bewegung allein nicht ausreichen, wird mit Insulin behandelt, da Tabletten zur Behandlung von Diabetes (orale Antidiabetika) für Schwangere nicht zugelassen sind. Die Schwangere muss unverzüglich im Umgang mit dem Diabetes geschult werden.

Risiko für späteren Typ-2-Diabetes ist erhöht

Selten einmal kann ein Typ-1-Diabetes während einer Schwangerschaft ausbrechen, der dann lebenslang bestehen bleibt. In der Regel entstehen die erhöhten Blutzuckerwerte aber aufgrund einer genetisch bedingten Insulinresistenz, die eine Hauptursache für Typ-2-Diabetes ist. Durch die Schwangerschaft wird die Insulinresistenz verstärkt.

Meist wird sich der Blutzuckerspiegel nach dem Ende der Schwangerschaft normalisieren, das Risiko, im weiteren Leben einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, liegt aber bei 50 Prozent. Zur Vorbeugung ist deshalb eine Änderung des Lebensstils sinnvoll. Alle zwei Jahre sollte beim Hausarzt ein oraler Glukosetoleranztest erfolgen, um einen sich anbahnenden Typ-2-Diabetes rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.


Quelle: Diabetes-Ratgeber http://www.diabetes-ratgeber.net
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